Ich seh‘ Dich.

Ich seh’ die Maske nicht,
die Du für die anderen trägst.
Seh‘ das Lächeln nicht,
das Du angeschaltet hast.

Ich seh’ die Maske nicht,
schau direkt durch sie hindurch.
Ich seh‘ die Narben nicht,
die Wunden möcht‘ ich Dir heilen.

Ich schau in Deine Seele,
hell und warm,
seh’ Dein Herz, so groß,
verzweifelt,
und doch
voller Liebe.

Ich seh’ die Maske nicht.
seh‘ die Narben nicht.

Ich seh’ Dich.

Falter

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Dies ist der Herbst

Dies‘ ist der Herbst.
Trügerische Schönheit vor dem letzten Sturm.
Unausgesprochen ahnen wir,
dass der Winter uns scheidet.
Dein Weg
nähert sich dem Ende.

Einen warmen Sommer hatten wir,
erinnerst du dich an den Frühling zuvor?
Wir waren so jung.

Unsere Erinnerungen bleiben ewig,
frostsicher versteckt.
Hand in Hand,
Blatt in Blatt,
verabschieden wir das letzte Licht am Horizont,
die Herbstnacht kommt
mit ihrer ganz eigenen Präzision.

 

Herbst

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Im Elfenwald

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Jemanden wie dich

Jemanden wie dich
hätte ich gebraucht,
als ich allein durch die Nächte fuhr.

Jemanden wie Dich,
als die Zukunft voller Nebel war,
kein Blick nach vorn
möglich.

Ich hätte Dich gebraucht,
als niemand mich brauchte.
Hätte Dich gebraucht,
als die Welt grau
und ohne Lachen war.

Jetzt bist Du da,
und ich kann vor Grinsen nicht schlafen.
Ein kurzes Tasten unter der Decke.

Ja, warm!

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Textbilder

Die digitale Welt wird immer wortärmer.
Geteilt und gelesen werden Bilder. Ein Umstand, der mir nicht gefällt, dem ich mich, so ich denn neue Leser finden möchte, aber nicht komplett verschließen kann.

Hier nun die ersten „Textbilderweitblicke“ zum Teilen.

 

Lass mich ein Gedicht schreiben,
nur für Dich.
Ich brauch nicht viel,
mein Finger wird die Feder sein,
Deine Haut das feinste Papier.
Die Tinte wird die Liebe sein,
die ich empfinde, für Dich.

 

Lass mich ein Lied schreiben,
nur für Dich.
meine Finger werden der Bogen sein,
Dein Körper die schönste Violine.
Der Klang wird die Liebe sein,
die ich empfinde, für Dich.

Lass mich ein Gemälde malen,
nur für Dich.
Die schönsten Orte sind ermalt,
doch Dein Antlitz lässt sie verblassen.
Keine Farbe der Welt vermag so bunt zu sein,
wie die Liebe,
die ich empfinde,
für Dich.

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Durchgekitzelt

Komm‘ mal her,
Du!
Ich kitzel‘ dir den Regen vom Gesicht,
kitzel‘ dir die Tristesse aus dem Leib.
Und wenn Du kichernd dich in meinen Händen windest,
wenn Dein schönes helles Lachen
die Wolken aufreisst,
dann möcht’ ich Dich küssen.

Einfach so.

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