Aufbruch

Pack‘ keine Sachen,
lass alles hier.
Wir nehmen mit, was
wir wirklich brauchen
.
Ich Dich, Du mich.
Wir.

Schau in die Weite,
die Kraniche ziehen schon.
Den Herbststurm im Rücken
singen sie ihr Lied;
„Samaha, bist Du dort?“

Lass‘ alles hier,
alle Bürde,
allen Unrat,
alle Erwartungen,
die andere in Dich pressten,
allen Druck,
dem Du dich beugen sollst.
Nie mehr beugen wirst.
Die Kraniche rufen dich.

Nimm meine Hand,
halt’ den Kopf hoch,
spür’ den Wind,
schlag mit den Flügeln.

Die Asche wird bald
erkaltet sein.

weitblickpoesie.de

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Sommernacht

Heute hole ich Dich heimlich ab,
es ist eine wunderbare Nacht.
Die Luft ist lau und riecht nach Sommer.
Einen langen Weg gehen wir entlang,
beleuchtet von den Sternen.
Ich erzähle Dir, was ich träumte
und ergreife Deine Hand.

Die Lichter der Stadt bleiben hinter uns,
Sommernachtsgeruch und Rascheln im Dunkeln.
Ein Bach plätschert ruhig vor sich hin,
auf einer Lichtung lassen wir uns nieder.

Deinen Kopf an meiner Schulter,
schauen wir den Leuchtkäfern zu.
Dein Haar duftet nach Apfel und
wir suchen die Venus am Nachthimmel.

Ein Käuzchen ruft in der Nähe,
mir gefällt die Nähe zu Dir.
Lass mich noch einmal Deine schöne Stimme hören.
In dieser schönen Sommernacht.

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Freigeist

Du bist der Freigeist, der in jeder Kleinigkeit
Großes sieht.
Du bist die Schöpferin neuer Welten,
durch die verzauberte Wege führen.

Bist die stolze Mutter,
Sturm erprobter Ruhepol.

Dein Lachen endet nicht vor Deinen Augen
Deine Liebe nicht vor Deiner Brust.
Liebst das Leben, bist liebenswert.
Bist Du.
Bist einmalig.

Du

 

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Ich seh‘ Dich.

Ich seh’ die Maske nicht,
die Du für die anderen trägst.
Seh‘ das Lächeln nicht,
das Du angeschaltet hast.

Ich seh’ die Maske nicht,
schau direkt durch sie hindurch.
Ich seh‘ die Narben nicht,
die Wunden möcht‘ ich Dir heilen.

Ich schau in Deine Seele,
hell und warm,
seh’ Dein Herz, so groß,
verzweifelt,
und doch
voller Liebe.

Ich seh’ die Maske nicht.
seh‘ die Narben nicht.

Ich seh’ Dich.

Falter

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Wärst Du eine Pflanze

Wärst Du eine Pflanze, würde ich als erstes am Morgen zu Dir kommen.
Gerade dem Bett entsprungen,
im Morgenmantel gehüllt,
mich durch den frühen Nebel tastend,
suchte ich Dich im Garten.
Kniete mich zu Dir nieder.
Streichelte Deine Blätter und würde Dir von meinem Traum erzählen.
Würde neben Dir im Gras sitzen und Deine Nähe genießen.
Deine Blätter rascheln leise.
Ich weiß, ich verstehe Dich.

Urh. weitblick
http://weitblickpoesie.de/

Wärst Du eine Pflanze

 

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Gefühlssee

Ich fand den See deiner Gefühle,
versteckt hinter hohen Dornen.
Er war gefüllt bis zum Ufer,
verschlossen durch trockenes Gehölz.

Die Angst, jemanden zu erfrischen,
der keine Erfrischung mag,
ließ den Bach,
den der See speiste,
versiegen.

Lass mich die Quelle öffnen,
und mich in den Strom stellen.
Lass mich nass werden,
durchnässen,
mich aalen in den Fluten,
ich ergötze mich an der Frische,

werde nicht zulassen,
dass sich der See jemals wieder so weit aufstaut.

Urh. weitblick
http://weitblickpoesie.de/

Gefühlssee

 

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