Dämmerung

Mein Herz,
meine Liebe.
Warum bist Du denn schon hier?
So sehr ich Dich auch vermisste,
jeden zeitlosen Tag,
so sehr ich Dich auch neben mir wünschte,
hier im endlosen Land,
es ist noch viel zu früh.

Du hattest doch noch so viel vor,
wurdest geliebt und gebraucht,
warst voller Leben,
jeden warmen Herzensschlag lang.

Eiseskälte, die mich ergriff,
als ich das Signal vernahm.
Eiseskälte auf dem
langen Weg zu Dir,
Mein Herz, viel zu früh!

Jetzt siehst Du mich,
erkennst Du mich.
Komm, nimm meine Hand
und folge mir,
in das Licht.

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Weihnachten

Weihnachten

Ich durchquerte Wüsten,
Ozeane verschluckten mich,
strandete halb tot an unbekannten Gestaden.
Wurde gejagt, erkrankte,
irrte, reiste, wanderte
zu Dir.
All’ die Zeit Dein Bild in meinem Kopf.

Der Weg war lang. Nur noch einmal blicke ich
zurück.
Seh’ meine Spuren in der Dunkelheit
verschwinden.
Den Rest bedeckt der Schnee, sacht fallend.

Dort unten im Tal,
in der frostigen Dunkelheit,
steht Dein Haus.
Lichter flackern im Fenster,
damit ich heim finde, hast Du gesagt.

Der Duft von frischem Gebäck,
Dein Schatten im Fenster.
Ein Freudenlaut, die Tür fliegt auf,
Ich komme heim.

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Schneeflockenkuß

Wiedergeboren
durch frostigen Kuss
tanz‘ ich durch die Lüfte.
Schön und einzigartig unter Millionen
schwebe ich im großen Ballett dahin.
Erinnerst Du dich an mich?

Ich war deine Träne,
die Essenz Deines Wesens,
Kind Deiner Gefühle.

Auferstanden als Freude
kehre ich zu Dir zurück.
Schwebe leis‘ auf Deine Lippen,
verschmelze mit Dir,
zu einem zarten Kuss.

Urh. weitblick
//weitblickpoesie.de/

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Dezember

Durch weiße Landschaften möchte ich mit Dir spazieren,
Hand in Hand.
Möcht‘ den Schnee von deiner Mütze streifen,
Deine kalte Nasenspitze küssen.
Möcht‘ Schneeballschlachten mit Dir schlagen,
in den weichen Schnee fallen,
mit Dir.
Möcht’ die Kirchenglocken hören,
Durch die Dämmerung gehen,
mit Dir.
Zwei Spuren, eng nebeneinander, eine von Dir,
die glückliche daneben,
die gehört mir.

Urh. weitblick
//weitblickpoesie.de/

 

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Deine Tränen

Wie kommt es,
dass ich in Deinen Tränen lesen kann.
Epische Geschichten erlebe ich in ihnen,
ohne ein Wort von Dir.
Geschichten voller Liebe, Freude und Gefühl.
Wie kommt es,
dass Du so voller Emotionen bist,
mich überschüttest mit Liebe,
Zärtlichkeit und Zuneigung ?

Hast in mir Gefühle erweckt,
die viel zu schön sind,
um sie nur einmalig zu spüren.

 

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Adieu

Adieu!
Viel zu früh.
Gerade erst warst Du angekommen
in der großen Welt,
freudig begrüßt;
vielfach.

So viel wolltest Du sehen,
wolltest noch erwachen,
wachsen,
deine Flügel ausbreiten
über dem großen Tal.

Gleiten, betrachten, erleben.
Wolltest dich mausern,
verlieben,
Leben leben.

All‘ das
wünschten wir Dir.

Adieu,
traurig zieh ich den Hut
vor Dir.
Adieu,
viel zu früh.

 

(weitblickpoesie.de)

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Regenzeit

Sie kam ganz still über Nacht.
Erst verhalten flüsternd,
dann mit stetig steigender Kraft.
Erfreut;
die Mutter
öffnet weit ihren Kelch.
Blütenglanz aus Staub erwacht.

Zu lange war die Trockenheit.
Hitze, Sturm und Flammenschlag
hatten sie taub gemacht.

Tropfen
für Tropfen
in sie rinnt.

Tropfen
für Tropfen
die Erlösung bringt.

Regenzeit.

 

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Danach

Und wenn
ich einmal gehen muß,
dann leg‘ mir keine Schnittblumen auf das Grab.

Pflanze Sommerflieder,
Lavendel und Salbei,
damit all‘ die Hummeln und Schmetterlinge
mich besuchen kommen,
an den Blüten naschen,
mir vom Sommer erzählen.

Pflanze Katzenminze,
damit mich in der Nacht
all‘ die Streuner besuchen kommen,
bei mir liegen mit samtenen Pfoten,
und mit geheimnisvoll, irisierenden Augen
von ihren Ausflügen erzählen.

Und zum Schluß,
pflanze ein tränendes Herz,
damit auch Du
ab und an
wiederkommst.
(weitblickpoesie.de)

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Spuren

Ich möcht’ die Spuren,
die Du in mein Leben drücktest,
klein und zart,
für immer fühlen.

Die Samen, festgetreten,
sie sind erblüht.
Farbgewaltiger Blütenglanz,
beseelt von Deinem Duft.

Ich möcht’ die Lieder,
die in Deiner Stimme klangen,
leis’ und warm,
für immer hören.

Geflüsterte Worte,
in meine Welt entlassen.
Liebe in warmen Wogen
durch meine Erinnerung fließt.

Und so mancher Sommerhauch,
flüstert Deinen Namen.

Urh. weitblick
//weitblickpoesie.de

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