Kälte

Die Kälte herrscht
im Land.
Frost fließt bissig über nackte Haut,
ungeschützt und waidwund
liegt die Mutter da.

Die Kälte kam
nicht über Nacht.
Sie schlich an,
geduckt,
seit langem schon.

Kein Feuer,
kein Schein,
der die Mutter wärmt.
Ihr ist bitterkalt.

Sie schließt die Augen,
kommt zur Ruh.
Sie weiß,
bald kommt ihre Zeit…

 

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Die Schneeflocke

Ich seh’ den Schnee und mir fällt gerade ein,
dass ich ab und an
gerne eine Schneeflocke wäre.

So viele Kilometer würde ich lächelnd durch die Luft tanzen,
meinen Ziel entgegen:
Deiner Nasenspitze.

Keck würde ich auf ihr landen,
dir einen schmelzenden Kuss geben.

Oder würdest Du mich erwarten?
Den Kopf in den Nacken gelegt,
die Zunge weit aus deinem Erdbeermund gestreckt,
würdest Du mich mit Deiner Zungenspitze fangen.

Und in frechen Momenten,
würde ich mit einem Patschen als Schneeball an deinem Hinterkopf landen.

Es grüßt:
Deine Schneeflocke.

Schnee

 

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